23 Apr
2021

4 Ideen zur
Verbesserung

für das oö. JOB-RESTART-Programm

Das Land Oberösterreich hat gemeinsam mit dem Arbeitsmarktservice Oberösterreich das JOB-RESTART-Programm für langzeitarbeitslose  Personen beschlossen. Darin enthalten ist ein kommunales und ein betriebliches Beschäftigungsprogramm, es sollen 3.000 Arbeitsaufnahmen realisiert werden. Die Sozialplattform Oberösterreich begrüßt das Programm grundsätzlich und hat einige Anregungen für die Verbesserung des JOB-RESTART-Programms.

1. Die gleiche Förderung, wie sie Kommunen haben, auch für gemeinnützige Organisationen

Das Programm soll auch für die gemeinnützigen Organisationen (z.B. Sozialwirtschaft, Kunst- und Kultur) leistbar werden. Zwar können die gemeinnützigen Organisationen grundsätzlich das betriebliche JOB-RESTART-Programm in Anspruch nehmen, aufgrund ihrer Rahmenbedingungen (Gemeinwohlorientierung ohne Gewinnerzielungsabsicht, knappe Budgetausstattung) werden sie aber nur sehr eingeschränkt teilnehmen können. Daher ist es wichtig, die bessere Lohnkostenförderung des kommunalen JOB-RESTART-Programmes auf den gemeinnützigen Sektor auszudehnen, um das vorhandene Beschäftigungspotenzial für das Programm zu nutzen. Dem kommt auch insofern Bedeutung zu, als Arbeitsminister Kocher die Einbeziehung des gemeinnützigen Sektors explizit für das geplante Sprungbrett-Programm vorgesehen hat.

2. Begleitende Beratung der Betriebe und der ehemals Langzeitarbeitslosen

Im Evaluierungsbericht zur Aktion 20.000 wurde festgehalten, dass wesentliche Gründe für Beschäftigungsabbrüche fehlende Einschulung und fehlende Begleitung am Arbeitsplatz waren. Eine begleitende Beratung ist daher erfolgsentscheidend für das JOB-RESTART-Programm. Für den kommunalen Beschäftigungsbereich des Programmes wird es eine begleitende Beratung geben, für den betrieblichen Beschäftigungsstrang ist dies allerdings nicht vorgesehen. Auch für diesen erachten wir ein Beratungsangebot für Betriebe und Beschäftigte für vorteilhaft. Im Feld der arbeitsmarktpolitischen Träger in Oberösterreich gibt es diesbezüglich langjährige Expertise, die für diese Zwecke nutzbar gemacht werden kann.

3. Neben direkter Beschäftigung auch gemeinnützige Arbeitskräfteüberlassung als Instrument bei JOB-RESTART einzuplanen

Mit dem JOB-RESTART-Programm sollen 3.000 Arbeitsaufnahmen langzeitarbeitsloser Personen realisiert werden. Das ist ambitioniert. Das Modell der gemeinnützigen Arbeitskräfteüberlassung kann dazu beitragen, die Hürden für eine Beschäftigungsaufnahme zu reduzieren. Damit kann auch gleichzeitig begleitende Beratung und Betreuung für Beschäftigerbetriebe und Beschäftigte bereitgestellt werden. Auch hier verweisen wir auf einschlägige Expertise und Erfahrung der arbeitsmarktpolitischen Trägerorganisationen.

4. Parallel auch langfristig bis dauerhaft subventionierte Beschäftigungsmöglichkeiten schaffen

Es ist ein Faktum, dass der allgemeine Arbeitsmarkt für Viele keine existenzsichernden Arbeitsmöglichkeiten bietet. Durch die COVID-Krise wird das noch ausgeprägter und umfangreicher der Fall sein – mitsamt einer Verschärfung der mit Langzeitarbeitslosigkeit einhergehenden individuellen und gesamtgesellschaftlichen Problematiken.
Für einen Teil der langzeitarbeitslosen Personen sollte daher die Möglichkeit einer langfristig - oder besser dauerhaft - subventionierten Beschäftigung geschaffen werden.

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