07 Apr
2017

Adalbert Eisenriegler übergibt den Vorsitz in der Wohnplattform

Bert Eisenriegler bekam den Integrationsschlüssel verliehen.

Bei der Generalversammlung der Wohnplattform am 4. April 2017 zog sich der „Gründervater“ und langjährige Vorstandsvorsitzende Mag. Adalbert Eisenriegler endgültig aus dem Vorstand zurück. Vor mehr als 40 anwesenden VertreterInnen der Mitgliedseinrichtungen würdigten der jetzige Geschäftsführer Hubert MIttermayr und der zur allgemeinen Überraschung erschienene „Geschäftsführer der ersten Stunde“; Generaldirektor der OÖ Versicherung, Dr. Josef Stockinger, die Verdienste und das mehr als 33-jährige Engagement Eisenrieglers zur Verbesserung des Zugangs zu Wohnungen für Menschen mit Unterstützungsbedarf. Dafür wurde ihm auch der von KlientInnen der Wohnplattform angefertigte Integrationsschlüssel verliehen. Dieser symbolisiert die Wichtigkeit des Zugangs zu „normalen“ Wohnungen in „normaler“ Wohnumgebung für alle Hilfesuchenden.
Wohnen ist ein Grundbedürfnis – es nicht zu befriedigen, bedeutet den Ausschluss aus der gesellschaftlichen Teilhabe ist ein Grundsatz, der schon 1984 von Bert Eisenriegler und den Gründungsmitgliedern vertreten wurde. Dieses Credo der Wohnplattform ist in der momentanen gesellschaftlichen Diskussion um Zugang zu Wohnraum aktueller denn je und stellt viele Hilfsorganisationen und auch freiwillige HelferInnen in den Gemeinden vor große Probleme.
1984 gründete eine Gruppe engagierter SozialarbeiterInnen die Wohnplattform. Bert Eisenriegler als damaliger Leiter Bewährungshilfe OÖ (jetzt Neustart) beauftragte den frischgebackenen Juristen und sehr engagierten Zivildiener Stockinger mit der vereinsrechtlichen Gründung der Wohnplattform.

In seiner Ansprache verwies Stockinger auf einige Anekdoten und Stolpersteine der Gründungsphase, welche das engagierte Gründerteam nicht an der Umsetzung hinderten.
Erstaunt zeigte er sich über die professionelle Entwicklung und das Beratungs- Betreuungsangebot der Wohnplattform. Aus den anfänglich sechs Übergangswohnungen hat sich ein Pool von 103 Wohnungen entwickelt. Die Wohnplattform hat sich als anerkannte Einrichtung der Delogierungsprävention und geschätzte Kooperationspartnerin etabliert. Die innovativen und präventiven Ansätze zur Förderung des (respektvollen) Zusammenlebens und der Konfliktregelung beim Wohnen beeindruckten die Anwesenden.
Bert Eisenriegler bedankte sich in seiner Abschiedsrede für die gelungene Überraschung, bei den MitarbeiterInnen und KooperationspartnerInnen für deren professionelles Engagement und die gute Zusammenarbeit und wünschte seinem Nachfolger als Vorsitzenden, Mag. Lukas Schmid den gleichen Rückhalt bei der Umsetzung der nicht einfachen, aber gesellschaftlich absolut erforderlichen Aufgabe.

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