24 Okt
2018

Notstand.braucht.Hilfe

Ein interessenpolitisches Projekt der Sozialplattform OÖ

Im Reformprogramm der Bundesregierung ist u.a. auch die Abschaffung der Notstandshilfe und die Einführung der bundesweiten verschärften Mindestsicherung angedacht. Diese Veränderungen würden viele Menschen nachteilig betreffen und auf die gesamte Gesellschaft negativ wirken.

Die Sozialplattform OÖ lehnt diese Pläne entschieden ab!

In diesem Sinne hat die Generalversammlung am 3.10.2018 einstimmig beschlossen, die Rettung der Notstandshilfe zum Schwerpunkt-Thema der Sozialplattform-Aktivitaeten zu machen.
Wir wollen unseren Beitrag leisten, um die geplante Abschaffung der Notstandshilfe und die weitere Verschärfung der Mindestsicherung zu verhindern. Denn viel steht auf dem Spiel. Eine ersatzlose Streichung der Notstandshilfe wäre die Einführung von Hartz IV auf Österreichisch.

Was wir tun

Vortrag Dr. Wilhelm Adamy, 3.10.2018, Linz

Mit einer ähnlichen Vorgehensweise wurde in Deutschland vor 15 Jahren Hartz IV eingeführt - mit den bekannten negativen Folgewirkungen. In seinem Vortrag erläuterte Prof. Dr. Wilhelm Adamy den Entstehungsprozess und die Auswirkungen von Hartz IV in Deutschland. Adamy war bis 2016 Abteilungsleiter für Arbeitsmarktpolitik und Internationale Sozialpolitik im Bundesvorstand des Deutschen Gewerkschaftsbundes und zeitgleich ehrenamtliches Mitglied im Verwaltungsrat der Bundesagentur für Arbeit.
# Blogbeiträge von Dr. Wilhelm Adamy:
https://awblog.at/notstandshilfe-erhalten-teil-1/  **  https://awblog.at/notstandshilfe-erhalten-teil-2/

Gespräch mit Dr. Stephan Schulmeister

zum von der Bundesregierung geplanten "Arbeitslosengeld Neu".
Magdalena Danner, Geschäftsfuehrerin bei migrare und Vorstandsmitglied der Sozialplattform OÖ, sprach mit dem österreichischen Ökonom über die Pläne der Bundesregierung und die Auswirkungen auf Betroffene und die Gesellschaft. (September 2018)
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Grundsatzpapier NOTSTAND.BRAUCHT.HILFE

Notstand.braucht.Hilfe ist ein interessenpolitisches Projekt der Sozialplattform OÖ. Ziel des Projektes ist es, einen Beitrag zur Verhinderung der Abschaffung der Notstandshilfe und der Verschärfung der Mindestsicherung zu leisten. Das vorliegende Grundlagenpapier ist die inhaltliche Basis dieses Projektes.

Wir laden Sie ein mitzumachen!

Retten wir die Notstandshilfe!

Wir sind der Meinung, wir müssen mit aller Kraft gemeinsam ins Handeln kommen und dahin wirken, dass die Notstandshilfe erhalten bleibt.

Wir laden Sie ein, dabei mitzumachen -
Privatpersonen, Organisationen, Netzwerke, Menschen, die so denken wie wir.

Wenn Sie sich an unserem Projekt „Notstand braucht Hilfe“ beteiligen wollen und/oder weitere Infos zum Thema wünschen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf: office@sozialplattform.at

Reaktionen - Kommentare - Statements

"Abschaffung der Notstandshilfe trifft Familien, die sich bescheidenen Wohlstand erarbeitet haben"
Kommentar von Patricia Huber, Chefredakteurin von kontrast.at

Notstandshilfe-Aus trifft auch arbeitende Menschen
so Walter J. Pfeil, Salzburger Arbeits- und Sozialrechtsexperte bei der Tagung der Armutskonferenz „Das ist doch das Mindeste! am 22.10.2018 zu den geplanten Änderungen der Bundesregierung bei Notstandshilfe und Bedarfsorientierter Mindestsicherung.
Zusammenfassung des Vortrages Walter J. Pfeil
Präsentations-Unterlagen Vortrag Walter J. Pfeil, 22.10.2018
Weitere Infos und Präsentations-Unterlagen der Tagung der Armutskonferenz "Das ist doch das Mindeste!" am 22.10.2018

Folgen einer möglichen Abschaffung der Notstandshilfe in OÖ
Darüber schreibt Franziska Foissner von der Johannes Kepler-Universitaet, ICAE, in ihrem aktuellen Artikel. Welche Auswirkungen haben eine kürzere Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes und geringere Nettoersatzraten auf die Arbeitslosigkeit? Welche Personengruppen werden von der Abschaffung der Notstandshilfe in OÖ betroffen sein? Und welche Kosten werden für das Land OÖ entstehen?

Arbeitslos mit 50+: Hochgradig ungerecht
Leserbrief von Josef Pürmayr, Geschäftsführer der Sozialplattform OÖ, in den Oberösterreichischen Nachrichten vom 7.9.2018:

Das Interview in den OÖ Nachrichten („Abgestempelt“, 05.09.) verdeutlicht sehr anschaulich, dass die Problematik der Altersarbeitslosigkeit bis tief in die Mittelschicht reicht. Auch gut Qualifizierte finden im Fall von Arbeitslosigkeit ab einem Alter von 50+ nicht oder kaum mehr einen Job. Sie sind im Fall von Langzeitarbeitslosigkeit auf Notstandshilfe angewiesen.

Leserbrief lesen
"Abgestempelt": Oberösterreichische Nachrichten vom 5.9.2018

 

Weitere Infos

25 Fragen zur Kürzung der Mindestsicherung
SOS Mitmensch informiert in 25 Fragen und Antworten übersichtlich über die geplanten Maßnahmen und die Auswirkungen für die Betroffenen und die gesamte Gesellschaft.
25 Fragen und Antworten lesen

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