27 Sep
2021

Armut verstehen,
Armut verhindern

7. - 21.10.2021

Anlässlich des internationalen Tages zur Beseitigung von Armut am 17. Oktober widmet sich das Armutsnetzwerk OÖ in 3 Veranstaltungen sehr unterschiedlichen Themen.

7.10.2021, 18.00 Uhr
Linz, Moviemento
Filmabend Nomadland

Eintritt frei

Regie: Chloé Zhao
Mit: Frances McDormand, David Strathairn, Linda May, Swankie, Bob Wells
USA 2020 | 108 MIN

Begrüßung: Heinz Zauner, Armutsnetzwerk OÖ

"Nomadland" erzählt die Geschichte von Fern (Frances McDormand), die wie viele in den USA nach der großen Rezession 2008 alles verloren hat. Nach dem wirtschaftlichen Zusammenbruch einer Industriestadt im ländlichen Nevada packt Fern ihre Sachen und bricht in ihrem Van auf, ein Leben außerhalb der konventionellen Regeln als moderne Nomadin zu erkunden. Der Film zeigt auch die echten Nomaden Linda May, Swankie und Bob Wells als Ferns Mentoren auf ihrer Erkundung der weiten Landschaften des amerikanischen Westens.

Weitere Infos und Anmeldung

Bild Nomadland

14.10.2021, 18.00 Uhr
Online, via Zoom
WEB-TALK: WER BEZAHLT FÜR DIE KRISE

Im Rahmen dieser Diskussionsrunde wird anlässlich des internationalen Tages zur Beseitigung von Armut am 17. Oktober, der vorhandene Reichtum bzw. das Großvermögen und Kapital, aber auch die viel zu hohe Armutsbetroffenheit in Österreich aufgezeigt. Es wird thematisiert, wer wieviel für das Funktionieren der sozialen Sicherung in Österreich beiträgt und wer die Kosten der Covid-Krise (bzw. der Klimakrise) künftig bezahlen sollte.

  • Wie sollte ein armutsfester Sozialstaat in Zukunft finanziert werden?
  • Welche Rolle spielen Steuern und Sozialversicherung?
  • Gibt es Lücken im Bereich der sozialen Sicherung?
  • Welche Folgen haben Einschnitte und Kürzungen im sozialen Bereich für Arbeitslose, Sozialhilfebezieher*innen, Alleinerziehende, Migrant*innen oder Mindestpensionist*innen?
  • Welche Auswirkungen hat dies auf unsere gesamte Gesellschaft und die Demokratie?
  • Es informieren und diskutieren namhafte Expert*innen:

Sozial- und Armutsexpertin, Karin Heitzmann, Institut für Sozialpolitik der Universität Wien.
Experte für Verteilungsfragen, Matthias Schnetzer, Abteilung Wirtschaftswissenschaft und Statistik der Arbeiterkammer Wien.
Marlene Engelhorn (künftige Millionenerbin und Aktivistin für gerechte Vermögensbesteuerung) nimmt teil und wird eine kurzes Statement beisteuern.
Moderation: Iris Woltran, Abteilung Wirtschafts-, Sozial- und Gesellschaftspolitik der Arbeiterkammer Oberösterreich.

Weitere Infos und Anmeldung

Bild Krise

21.10.2021, 18.00 Uhr
Online, via Zoom
WEB-TALK: WIRD WOHNEN ZUM LUXUS?

Während ein kleiner Teil der Bevölkerung Wohnraum zum Investmentgut auserkoren hat, wird die Leistbarkeit von Wohnungen zunehmend zum Problem für eine immer größere Gruppe von Menschen. Die Nettomiete ist in den letzten vier Jahren um 15,5% gestiegen, dazu kommen steigende Energiekosten. Je niedriger das Einkommen, desto mehr wird Wohnen unerschwinglich. In der EU-SILC-Befragung von Statistik Austria wurde erhoben, dass der durchschnittliche Wohnkostenanteil (vom gesamten Haushaltseinkommen) von armutsgefährdeten Personen 41% beträgt (in der höchsten Einkommensgruppe nur 7%). 93.000 Personen in der niedrigsten Einkommensgruppe 53.000 Ein-Eltern-Haushalte müssen sogar 90% ihres Einkommens für das Wohnen verwenden. Sparen bei der Wohnbeihilfe oder restriktiver Zugang zu günstigem Wohnraum sind der völlig falsche Weg.
Und der Ratschlag, in Wohnungseigentum zu investieren, um Armut und Altersarmut zu verhindern, ist mehr Hohn als Hilfestellung für Junge und finanziell Benachteiligte.

  • Alexander Machatschke (BAWO)
  • Stefan Hindinger (Wohnungslosenhilfe OÖ)
  • Richard Heuberger (Statistik Austria)
  • Thomas Berghuber (Schuldnerberatung OÖ)

Weitere Infos und Anmeldung

Bild Wohnen

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