19 Aug
2020

Frauenberufszentren
in ganz OÖ

spezielle Beratung für Frauen

Die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Covid-19-Pandemie zeigen die prekäre Situation von Frauen am Arbeitsmarkt sehr deutlich auf. Der stark weiblich geprägte Dienstleistungsbereich war besonders vom Lockdown betroffen, sodass im April erstmals die Arbeitslosenquote der Frauen (plus 91,4 % gegenüber dem Vorjahr in OÖ) stärker als jene der Männer (plus 90,6 %) anstieg. In klassischen Fremdenver­kehrsbundesländern ist die Differenz noch stärker ausgeprägt.

Auffallend ist vor allem auch der eklatante Anstieg der Arbeitslosigkeit von Wiedereinsteigerinnen in den Arbeitsmarkt nach Kinderbetreuung (plus 45 % gegenüber dem Vorjahr).

Gleichzeitig sind besonders Frauen in systemrelevanten Berufen tätig, welche häufig eher gering entlohnt sind, wie etwa im Lebensmittelhandel oder im Gesundheits- und Pflegebereich. Ebenso sind es überwiegend Frauen, die durch unbezahlte Arbeit die Gesellschaft am Laufen halten. So waren vor allem Mütter durch die Schließung von Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen in den letzten Monaten zusätzlich gefordert.

Nach wie vor ist auch Teilzeitarbeit vor allem Frauensache, das zeigt sich ganz besonders in Krisenzeiten. Kinderbetreuung und Familienarbeit sind wertvolle Tätigkeiten, die allerdings längerfristig finanzielle Nachteile etwa bei der Pensionshöhe mit sich bringen. Dies ist besonders für Frauen in der Karriere- und Lebensplanung mitzubedenken.

Den Herausforderungen begegnen

Aufgrund der aktuellen Situation ist es umso wichtiger, arbeitssuchende Frauen mit entsprechenden Hilfestellungen zu unterstützen. Die Frauenberufszentren (FBZ) des AMS OÖ, welche landesweit in allen Bezirken vertreten sind, stellen derzeit eine wichtige Anlaufstelle für arbeitssuchende Frauen dar.

Die Angebote der Frauenberufszentren umfassen Beratung und Unterstützung bei Fragen rund um Kinderbetreuung, Jobsuche und Bewerbung, Erweiterung der Berufsperspektiven, sowie Aus- und Weiterbildung.

Die individuelle Beratung und Begleitung, die gezielte Planung und das Bewusstmachen der eigenen Kompetenzen und Fähigkeiten stehen dabei im Vordergrund. Die Beratungsgespräche können wahlweise persönlich, telefonisch oder auch auf digitalem Weg erfolgen.

Frauen sollen dabei auch ermutigt werden, ihre Talente und Möglichkeiten zu erkennen und diese zu fördern. Ein Beispiel dafür sind Aus- und Weiterbildungen in technischen und handwerklichen Berufen, die meist höher entlohnt sind und nachhaltige Zukunftschancen auf dem Arbeitsmarkt bieten.

Gute Ausbildung, höheres Einkommen, mehr Sicherheit

Frauen zu ermutigen und dabei zu unterstützen, ihre beruflichen Perspektiven zu erweitern und ihre Möglichkeiten auszuschöpfen, ist ein Anliegen des AMS und der Frauenberufszentren.

Informationen zu allen AMS-Angeboten auf www.ams.at oder Tel. 050 904 440

Frauenberufszentren in OÖ

FBZ Braunau
Laaber Holzweg 20
5280 Braunau
www.iab.at

FBZ Freistadt
Ledererstraße 5
4240 Freistadt
www.babsi-frauenberatungsstelle.at

FBZ Grieskirchen
Stadtplatz 40
4710 Grieskirchen
www.arbeit-b7.at

FBZ Gmunden – Bad Ischl
Bahnhofstraße 49
4810 Gmunden
www.iab.at

FBZ Kirchdorf
Sengsschmiedstraße 10
4560 Kirchdorf
www.frauenstiftung.at

FBZ Linz und Eferding
Industriezeile 56b
4020 Linz
www.vfq.at

FBZ Perg
Dr. Schober-Straße 23
4320 Perg
www.frauenberatung-perg.at

FBZ Ried
Riedauerstr.15
4910 Ried
www.iab.at

FBZ Rohrbach
Stadtplatz 11
4150 Rohrbach
www.alom.at

FBZ Schärding
Eduard-Kyrle-Straße 1
4780 Schärding
www.iab.at

FBZ Steyr
Hans-Wagner-Straße 2-4
4400 Steyr
www.frauenstiftung.at

FBZ Traun
Heinrich Gruber Straße 9/2
4050 Traun
www.babsi-frauenberatungsstelle.at

FBZ Vöcklabruck
Siegfried Marcus-Str. 6
4840 Vöcklabruck
www.iab.at

FBZ Wels
Kaiser-Josef-Platz 41
4600 Wels
www.iab.at

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