29 Mär
2018

Gekürzt ist nicht gespart!

Leserbrief von Josef Pürmayr in den OÖN vom 29.3.2018

"Dem Leitartikel von Gerald Mandlbauer stimme ich zu:
Arbeitslos ist eben nicht gleich arbeitslos.

Damit Arbeitslosigkeit nicht dauerhaft „ein erlittenes Schicksal, das der Sozialstaat berechtigt abfedern muss“ bleibt, sind weiterhin Beratungs- und Betreuungsangebote, Beschäftigungsprojekte und Qualifizierungsangebote erforderlich. Ohne diese Angebote droht für bestimmte Gruppen (beispielsweise Personen, die bereits langzeitarbeitslos sind, Geringqualifizierte, Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen, Asylberechtigte) die Arbeitslosigkeit manifest zu werden.

Es ist menschlicher und zugleich kostengünstiger, Arbeitslose mit passenden Unterstützungsangeboten zu befähigen, wieder erwerbstätig ihre Existenz sichern. Eine ansonsten drohende dauerhafte Alimentierung durch sozialstaatliche Leistungen kommt teurer als rasch einsetzende Hilfe bei der Arbeitsmarktintegration.

Die Bundesregierung hat das AMS-Budget jedoch nicht ausreichend dotiert. Das AMS wird Projekte zur Arbeitsmarktintegration aus Geldmangel einschränken müssen.

Ein Fehler. Denn hier gilt jedenfalls langfristig: Gekürzt ist nicht gespart."

Josef Pürmayr, Geschäftsführer der Sozialplattform OÖ,
in einem Leserbrief in den Oberösterreichischen Nachrichten vom 29. März 2018

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