02 Nov
2022

Generationen-
wechsel

Sozialwirtschaft im Umbruch

Vorstand Sozialplattform OÖ

Bei unserer Generalversammlung am 6. Oktober 2022 war der Fokus ganz klar auf die Zukunft der Sozialplattform Oberösterreich gelegt. Wir werden die Jobbörse weiterentwickeln und bemühen uns um einen Ausbau der Rechtsberatung für Sozialhilfebezieher*innen.

Wir planen neue Vernetzungsformate, die für unsere Mitgliedsorganisationen den Wechsel neuer Personen in die Geschäftsführungspositionen und die Übergabe der Geschäftsführungsagenden von ausscheidenden Geschäftsführer*innen an die Nachfolger*innen unterstützen sollen – der Generationenwechsel ist in vollem Gang.

Das betrifft auch den Vorstand der Sozialplattform Oberösterreich. Ich freue mich sehr, dass bei der Generalversammlung Magdalena Danner als neue Vorstandsvorsitzende gewählt wurde, und dass mit Simone Diensthuber und Klaudia Burtscher zwei neue und zusätzliche Vorstandsmitglieder bestellt wurden. Katja Sieper übernimmt die Funktion als stellvertretende Vorsitzende. Diese Veränderungen sind die erste Stufe einer Vorstandsumbildung, die mit einer zweiten Etappe bei der Generalversammlung 2023 abgeschlossen werden soll. Vielen Dank an den bisherigen Vorsitzenden Hubert Mittermayr für sein großes Engagement zum Wohle der Sozialplattform Oberösterreich. Ich freue mich, dass er weiterhin als Vorstandsmitglied die Sozialplattform mit seiner großen Erfahrung unterstützen wird.

Organisationale Krisenversorgung erforderlich

Aktuell sind Soziale Organisationen mit Entwicklungen wie Pandemie, Teuerung, Arbeitskräftemangel, Personalwechsel etc. konfrontiert. Sie stehen vor der Herausforderung, diesen internen und externen Veränderungsprozessen standzuhalten, dabei ihrer Mission treu zu bleiben und ihren öffentlichen Auftrag zu erfüllen. Im Departement Gesundheits-, Sozial- und Public Management der Fachhochschule Oberösterreich wurde dazu ein Lehrforschungsprojekt durchgeführt und ein Risikomanagement-System für gemeinnützige sozialwirtschaftliche Unternehmen skizziert. Wir haben dazu eine Veranstaltung organisiert, bei der die Ergebnisse und die daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen vorstellt wurden. Dazu gibt es einen Beitrag im Rundbrief. Nur ein Ergebnis vorab: die meisten Organisationen verfügen über kein strukturiertes Krisenmanagement-System und geben als Grund fehlende zeitliche und finanzielle Ressourcen an. Soziale Organisationen sind wesentliche Stützen im sozialen Sicherungsnetz, sie bilden einen Teil der kritischen Infrastruktur. Beispielsweise im Fall von Pandemien, wie wir gesehen haben. Oder auch in Black-Out-Szenarien, auf die sich soziale Organisationen gerade vorbereiten. Sie müssen in die Lage versetzt werden, systematisch Risikomanagement in ihren Strukturen zu implementieren. Dazu ist Knowhow und Personal erforderlich, das gegenwärtig nicht ausreichend vorhanden ist, weil die Budgets der Förderverträge nur den Betrieb unter Normalzuständen abbilden. Es wird zusätzliches Geld für organisationale Krisenvorsorge erforderlich sein.

Bild Weihnachtsgeschenke mit Mehrwert

Mein Geschenketipp

Noch ein Tipp für jene, die schon vor dem Weihnachtstrubel an ihre Geschenke denken: Soziale Unternehmen engagieren sich überdurchschnittlich in der Kreislaufwirtschaft, reparieren Gebrauchtes und Altes und verhelfen diesen Dingen zu einem zweiten Leben. Solche Geschenke machen sich im Sinne der Nachhaltigkeit gut unterm Weihnachtsbaum, ein Besuch der Shops der Sozialen Unternehmen lohnt sich. Einen guten Überblick bietet dafür die Datenbank von arbeit plus.

rührt die werbetrommel

Und ganz zum Schluss: die Vorbereitungen für die kommende Connect am 7. März 2023 laufen auf Hochtouren. Ich ersuche die Rundbrief-Abonnent*innen und unsere Mitglieder und Kooperationspartner*innen um kräftige Bewerbung, beispielsweise in ihren Newslettern oder den sozialen Medien.

Inserat Connect

Dieser Artikel ist aktuellen Rundbrief November/Dezember 2022 erschienen.

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