07 Jul
2021

Meine Stimme
hat Wert

OÖ Wähler*innen mit wenig Einkommen am Wort

Die Befragung von 102 Wahlberechtigten aus Oberösterreich ist mittlerweile abgeschlossen.

  • 50 Männer, 51 Frauen und 1 Person mit diversem Geschlecht haben teilgenommen
  • Das Durchschnittsalter beträgt 35 Jahre (16 - 76 Jahre).
  • 83 Befragte haben Migrationshintergrund.
  • 39 Personen haben eine Beeinträchtigung.

Erlernte Berufe

MEINE STIMME HAT WERT - EINKOMMEN UND DEMOKRATIE

Diskussionsveranstaltung mit Politiker*innen anlässlich der Landtagswahl OÖ
13. September 2021, 17:30–19:00 Uhr
Linz, Wissensturm, Kärntnerstraße 26

Moderation: Martin Wassermair

mit:
Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer (ÖVP) - angefragt
Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Manfred Haimbuchner (FPÖ) - angefragt
Birgit Gerstorfer (SPÖ)
Landesrat Stefan Kaineder (GRÜNE) – angefragt
Felix Eypeltauer (NEOS) – angefragt
Gerlinde Grünn (KPÖ)
Iris Woltran (AK OÖ, Armutsnetzwerk OÖ) - angefragt

Ein erschreckend hoher Anteil von Wahlberechtigten mit wenig Einkommen nimmt nicht mehr an Wahlen teil, fühlt sich nicht als Teil der Demokratie und hat wenig Vertrauen in die politisch Verantwortlichen. Während Soziolog*innen oder Sozialrechtsexpert*innen vor der sogenannten „Zwei-Drittel-Demokratie“ warnen, fehlt der Aufschrei in Medien und Politik. Wer fühlt sich verpflichtet, die Einkommensschwachen zurück ins Boot zu holen und welche Strategien gibt es?

Im April 2021 hat die Sozialplattform OÖ eine Befragung mit 102 oö. Wahlberechtigten mit niedrigem Einkommen durchgeführt. Neben ihrer Einstellung zur Demokratie wurden auch die Bereiche Arbeit, Bildung, Wohnen und Sozialstaat hinterfragt. Außerdem wurden die Teilnehmenden aufgefordert, Forderungen an die Politik zu stellen.

In der Diskussionsrunde zur Landtagswahl werden wir uns gemeinsam mit Politikern und Politikerinnen diesen Themen widmen.

in Kooperation mit

Logo Wissensturm

unterstützt von

Logo Arbeiterkammer OÖ
Logo Gesellschaft für politische Bildung

Menschen, die finanziell in unserer Gesellschaft benachteiligt sind, beteiligen sich immer seltener an Wahlen. Das ist ein großer Verlust für die Demokratie und führt zu einem verzerrten Abbild von politischen Mehrheiten. Das führt zu den Fragen: Hat die stimmenstärkste Partei wirklich noch immer die meisten Wahlberechtigten hinter sich? Wer vertritt die Anliegen von Menschen, die finanziell kaum oder gerade noch so über die Runden kommen? Und welche Anliegen und Ideen haben sie überhaupt? Die Sozialplattform OÖ will das wissen.

Es besteht ernsthaft die Gefahr, dass Österreich auf dem Weg in eine Zwei-Drittel-Demokratie ist – in eine Demokratie, in der sich das ökonomisch schwächste Drittel kaum mehr an politischen Gestaltungs- und Entscheidungsprozessen beteiligt. Menschen mit geringem Einkommen bis hin zur Armutsbetroffenheit sind überwiegend auch von sozialer Benachteiligung betroffen. Einen großen Anteil an der Politikverdrossenheit hat der Umstand, dass in der Wahrnehmung vieler Menschen die Politik unverständlich und abgehoben agiert, dass sie nicht ausreichend an den Bedürfnissen der Menschen ansetzt. Viele erwarten sich nichts mehr von der Politik und verzichten auf die Stimmabgabe.

Expert*innen-Befragung gestartet

In einer Befragung wollen wir von Wahlberechtigten aus Oberösterreich mit einem Einkommen an der Armutsgefährdungsschwelle (als Richtwert dienen die Ergebnisse von EU-SILC 2019, also monatlich unter EUR 1.286,- pro alleinstehender Person im Jahr) ihre Bedürfnisse, Probleme und Forderungen für die Politik formulieren. Die Teilnehmer*innen erhalten dafür eine Aufwandsentschädigung. Die Sozialplattform OÖ wird aus den Ergebnissen dieser Befragung einen Forderungskatalog an alle politischen Parteien richten, die bei der oberösterreichischen Landtagswahl im Herbst antreten.

Wir betrachten Menschen mit wenig Einkommen als Expert*innen, die am besten selber wissen, was sie für ein gutes Leben brauchen.

Wir suchen

  • wahlberechtigte Menschen mit wenig Einkommen aus ganz Oberösterreich,
  • Männer und Frauen
  • Jugendliche, junge Erwachsene, Senior*innen
  • Alleinlebende und Familien

Besonders interessant sind die Perspektiven von

  • Alleinerziehenden,
  • Menschen mit Beeinträchtigungen,
  • Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen,
  • Menschen mit prekären Jobs,
  • arbeitslosen Personen,
  • Sozialhilfe-Bezieher*innen,
  • Notstandshilfe-Bezieher*innen
  • Bezieher*innen einer Mindestpension
  • Menschen mit Migrationshintergrund.

Mitmachen

Deshalb laden wir unsere Mitgliedseinrichtungen und andere soziale Einrichtungen ein, Klient*innen für die Befragung zu gewinnen. Auch Menschen, die keine Klient*innen in sozialen Einrichtungen sind und ein niedriges Einkommen haben, können gerne mitmachen.

Die Befragung läuft von 1. - 30. April 2021.

Hier bekommen Sie den Fragebogen und weitere Infos

Claudia Zinganell-Kienbacher
0732-66 75 94, zinganell@sozialplattform.at

Das Projekt wird gefördert von

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