26 Jun
2017

Beschäftigung von
Asylwerber/Innen

Dienstleistungsscheck (DLS)

Asylwerber, die den Dienstleistungsscheck in Anspruch nehmen wollen, sollten wissen:

  • Sie dürfen mit DLS arbeiten, wenn Sie seit 3 Monaten zu einem Asylverfahren zugelassen sind (die Zulassung wird mit der weißen Karte dokumentiert).
  • Mit DLS können einfache haushaltstypische Arbeiten in einer Wohnung, einem Haus oder Garten bezahlt werden, nicht aber in einem Betrieb oder in einem Büro.
  • Wer in Österreich arbeitet, muss zur Sozialversicherung angemeldet sein. Mit dem Dienstleistungsscheck sind Sie automatisch unfallversichert und können schon während Ihres laufenden Asylverfahrens legal arbeiten und Geld verdienen.
  • Sollten Sie sich bei der Arbeit verletzen, so übernimmt die österreichische Sozialversicherung die Behandlungskosten (Unfallversicherung).
  • Sie müssen gemeinsam mit Ihrem Arbeitgeber das DLS-Formular ausfüllen und es unterschreiben. Die Anmeldung erfolgt über ein Beiblatt oder online über www.dienstleistungsscheck-online.at
  • Für die Arbeit mit Dienstleistungsscheck werden mindestens 11,75 € je Stunde bezahlt.
  • Sie dürfen pro Monat höchstens 583,15 € mit dem Dienstleistungsscheck verdienen. Darüber hinaus wäre es eine bewilligungspflichtige Beschäftigung. Achtung: Beachten Sie bitte die jeweiligen Zuverdienstgrenzen zur Grundversorgung in Ihrem Bundesland, sowie die jeweiligen Meldevorschriften für Ihren Verdienst. Wenden sie sich am besten an Ihre Kontaktstelle.
  • Nach der Arbeit bekommen Sie vom Arbeitgeber einen Dienstleistungsscheck in der Höhe Ihres Lohnes in Euro.
    Schicken Sie diesen Dienstleistungsscheck zur VAEB (Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau, Lessingstraße 20, 8010 Graz) oder lösen Sie ihn unter www.dienstleistungsscheck-online.at ein.
    Sie bekommen Ihr Geld auf Ihr Konto überwiesen oder per Post an Ihre Adresse.

Infos

Sollten Sie noch nähere Informationen benötigen, so wenden Sie sich bitte an das Kompetenzzentrum unter der Telefonnummer: 0810 555 666.


Diese und andere Kurzinformationen wurden im Rundbrief Juli/August 2017 veröffentlicht (jetzt Rundbrief abonnieren)

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