25 Sep
2017

Oö. Schulveranstaltungshilfe NEU

Die neuen Richtlinien gelten ab sofort für das neue Schuljahr.

Schulveranstaltungen wie Sport-, Landschulwoche oder Schikurs sind ein Teil des Curriculums des Schuljahres. Sie fördern Zusammenhalt, Integration und auch soziale Kompetenzen in der Gruppe. Sie sind allerdings auch mit Kosten verbunden. Die Kosten für Schulveranstaltungen variieren zwar nach Schultyp und -stufe, machen aber stets den Großteil der gesamten Jahresschulkosten einer durchschnittlichen Familie mit Schulkindern in OÖ aus. Bei der Pressekonferenz begrüßten Haimbuchner und Landesschulratspräsident Fritz Enzenhofer durchaus auch statt etwa kostspieliger (Sprach-)Reisen ins Ausland etwa den Einsatz von Native speaker in Klassen.

Familienreferent LH-Stv. Manfred Haimbuchner hat in Zusammenarbeit mit der Abteilung Statistik des Landes OÖ Familienförderungen, darunter die OÖ Schulveranstaltungshilfe, evaluiert und mit September 2017 neue Richtlinien für diesen Familienzuschuss erstellt. Mit Beginn des Schuljahres 2017/2018 wurde die Schulveranstaltungshilfe umgestellt. Bisher konnte diese Hilfe nur beansprucht werden, wenn mindestens zwei Kinder in einem Schuljahr in Summe mindestens acht Schulveranstaltungstage einer öffentlichen Pflichtschule auf Sportwoche, Schikurs und Landschulwoche verbrachten. Ab sofort reichen vier Schulveranstaltungstage außerhalb des Schulstandortes mit Übernachtung aus, egal, ob diese vier Tage von einem oder mehreren Kindern gezählt werden. Die Höhe des Zuschusses wird zukünftigt auf die Dauer der Schulveranstaltung Rücksicht nehmen und beträgt bei 5- und mehrtägigen Aufenthalten 100 Euro, bei 4-tägigen Schulveranstaltungen 80 Euro und bei 3- und 2-tägigen Ausflügen mit Übernachtungen 60 bzw 40 Euro.

Erweiterter BezieherInnenkreis

"Die Beihilfe wird statt bisher jährlich 2.800 Kindern fast 10.000 Kindern eine finanzielle Unterstützung für Schulveranstaltungen bringen. Weiters haben Alleinerziehende mit einem Kind erstmalig auch die Chance, diese Förderung zu erhalten, wenn ihr Kind vier oder mehr Tage fortfährt", informiert LH-Stv. Haimbuchner in der Landeskorrespondenz.

Voraussetzungen:

  • Besuch einer öffentlichen OÖ Pflichtschule (VS, NMS, Polytechnische Schule, landwirtschaftliche Fachschule)
  • Einkommensgrenze darf nicht überschritten werden
  • Bestätigung über die Teilnahme an mehrtägigen Schulveranstaltungen mit Nächtigung außerhalb des Schulstandortes
  • Mindestdauer der Schulveranstaltung: 1 Kind mind. 4 Tage; 2 Kinder jeweils mit. 2 Tage
  • gemeinsamer Hauptwohnsitz in OÖ

Antragsstelle ist das Familienreferat des Landes OÖ. Der Antrag ist bis spätestens 3 Monate (31.10.) nach Ende des laufendes Schuljahres zu stellen, eine Online-Beantragung ist möglich. Sollte ein Kind in einem Schuljahr mehrere Schulveranstaltungen absolviert haben, so empfiehlt es sich, den Zuschuss für den längeren dieser Aufenthalte zu beantragen. Weitere Informationen, die Online-Beantragung und einen Einkommensrechner findet man auf www.familienkarte.at.

Und was ist mit BMHS, Gymnasien & Co? Je nach Schultyp gibt es unterschiedliche Zuständigkeiten bei der Beantragung: Landesschulrat für OÖ bzw. Bundesministerium für Bildung (Infos unter www.help.gv.at).

Einkommensgrenzen*:

2 Elternteile + 1 Kind: 27.600,- Euro Jahresnettoeinkommen 

2 Elternteile + 2 Kinder: 33.600 Euro Jahresnettoeinkommen bzw. 2.800 Euro Jahreszwölftel

2 Elternteile + 3 Kinder: 39.600 Euro Jahresnettoeinkommen bzw. 3.300 Euro Jahreszwölftel

Alleinerziehende + 1 Kind: 22.800 Euro Jahresnettoeinkommen bzw. 1.900 Euro Jahreszwölftel

*Erhöhung der Einkommensobergrenzen bei Mehrlingsgeburten und Kindern mit erhöhter Familienbeihilfe

 

Hintergrund zur Änderung

Das Familienressort rechnet mit Mehrausgaben von 200.000 Euro; dieses Ausgabenplus soll laut LH-Stv. Haimbuchner durch Mittel, die beim Kinderbetreuungsbonus frei geworden sind, circa 1:1 ausgeglichen werden. Den "massiven Rückgang" beim Kinderbetreuungsbonus führt der Familienreferent auf den Ausgabe von Kinderbetreuungseinrichtungen zurück.

2016 gab es 1.413 positive Bewilligungen (hier sind Familien gemeint), mit ca. 2.800 Kindern; Summe: 272.522 Euro; 2014 gab es 1621 pos. Bewilligungen (= Familien) (für ca 3000 Kinder korrekt), es wurden in Summe ca 310.197,- € ausgezahlt.

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