12 Okt
2017

Social Media und
soziale Organisationen

Interview mit Marion Stangl (VH OÖ)

Marion Stangl ist Öffentlichkeitsarbeiterin bei der Volkshilfe OÖ, Social Media gehört da zum Alltag. Im Interview verschafft sie uns einen Einblick in die Social Media Strategie der Volkshilfe OÖ, spricht über Humor im Netz.

Auf welchen Social Media Plattformen seid ihr aktiv?
Wir sind auf #Facebook und #YouTube aktiv und werden noch heuer auf #Instagram durchstarten.

Was sind die Vorteile für die Volkshilfe OÖ, sich auf Facebook zu präsentieren?
Die Vorteile liegen ganz klar in der Kommunikation mit unseren Zielgruppen: Wir können die Menschen direkt erreichen, direkt ansprechen, sie um ihre #Meinungen oder um #Hilfe bitten. Während des Flüchtlingszustroms 2015 haben wir einen Großteil der freiwilligen HelferInnen und Spenden über Facebook in #Echtzeit koordinieren können.
Für unsere KollegInnen ist es darüber hinaus ein Zeichen der #Wertschätzung, wenn wir ihre Arbeit präsentieren und sie freuen sich natürlich auch über das positive Feedback der Nutzer.
Facebook ist #kostenlos – wir können daher unsere Inhalte kostengünstig transportieren. Wenn ein Beitrag viele Interaktionen erfährt, erreichen wir eine Aufmerksamkeit, die so in anderen Medien nicht möglich – oder schlichtweg nicht finanzierbar wäre.

Welche Ziele verfolgt ihr mit eurer Social Media Strategie?
Wir möchten die Follower unserer Seite über unsere Arbeit #informieren und unsere #Standpunkte darlegen, darüber, wie wir uns Gesellschaft vorstellen.

Wir möchten den Menschen Einblick in unsere Arbeit geben und die #Werte transportieren, die uns wichtig sind. Wir möchten Diskussionen anstoßen und die Meinungen der Menschen hören. Und natürlich – auch das gehört dazu – wollen wir sie #unterhalten.

Via Privatnachricht bekommen wir dann konkretere Anfragen, zB nach Öffnungszeiten oder bestimmten Dienstleistungen. Manchen Menschen ist diese Form der Kommunikation lieber als Telefon oder E-Mail und wir können Anfragen prompt bearbeiten.

Wie viel Zeit verwendet ihr ungefähr für Euren Social Media Auftritt?
Das ist nicht einfach zu sagen. Manchmal sind die Zeiten intensiver und wir posten mehr, manchmal eher weniger. Ich würde sagen ca. #5-10 Stunden/Woche inkl. Bearbeitung von Anfragen, Aufbereiten von Bildern etc.

Welche Inhalte kommuniziert ihr auf Facebook? Wie tretet ihr mit euren Followern in Interaktion?

Die Bereiche, über die wir posten, sind:

  • unser #Arbeitsalltag (Einblicke, Hintergrundberichte)
  • unsere #MitarbeiterInnen (Jubiläen, „Danke sagen“, besondere Hobbies,…)
  • unsere #Aktionen, wie den Armuts- aktionstag oder den Tag der Arbeitslosen

Bei Themen, die uns betreffen, verlinken wir auch zu anderen Beiträgen oder Seiten

  • #Veranstaltungen
  • #Feier- und Gedenktagspostings
  • #Spaß und Unterhaltung: Hier ist von Cartoons bis hin zu „Einfach ein schönes Wochenende wünschen“ so ziemlich alles drin

Wir verbinden unsere Postings in der Regel mit einem passenden Bild oder Video, da diese einerseits mehr auffallen und auch vom #Facebook-Algorithmus höher bewertet werden und wir dadurch mehr Menschen erreichen.
Je #polarisierender ein Posting ist, umso mehr #Interaktion kann damit erzielt werden. Manchmal fragen wir unsere Facebook-Fans auch direkt etwas („Was denkt ihr über…?“) und freuen uns über viele Reaktionen.

Bei eurem Facebook-Profil fällt auf, das eure Inhalte sehr positiv und auch lustig sind. Wie stehst du zum Humor auf Sozialen Medien?
Humor ist – für mich persönlich – Lebenselixier. Ich könnte keine bierernste Seite betreuen. Generell dürfen und sollen Facebook-Seiten auch unterhaltsam sein. Lustige Inhalte #lockern auf und werden in der Regel auch gern geteilt.

Welche Fotos oder Videos verwendet ihr, um eure Inhalte interessanter zu machen?

Wir verwenden meist eigene Fotos und Videos. Wenn nicht, teilen wir sie entweder von einer anderen Seite (damit die Follower sehen, wo wir den Inhalt her haben) oder wir schreiben den Eigentümer bzw. Ersteller dazu („Bild: Max Mustermann“). Eine Alternative sind die in den Tipps (Seite 8) erwähnten, kostenlosen Bilderdatenbanken, wo oft wahre Schätze vergraben sind. Natürlich kann man Bildmaterial auch zukaufen, das ist allerdings nicht ganz billig.

Hat die Volkshilfe OÖ auch eine Social Media Policy für MitarbeiterInnen?
Noch nicht. Aber wir arbeiten gerade daran.

Würdest du anderen sozialen Einrichtungen empfehlen, in den Sozialen Medien aktiv zu werden?
Unbedingt. Es gibt eigentlich keine bessere Möglichkeit, mit Menschen, die nicht unmittelbar vor einem stehen, so direkt in Kontakt zu treten. Natürlich hat man da auch mal kritische oder unangenehme Exemplare dabei, aber die sorgen zumindest dafür, die eigenen Ideen und Ansichten immer wieder #argumentieren zu müssen und sie somit für die Menschen #greifbarer zu machen.

Man kann mit relativ wenig Geld viele Menschen erreichen.

Und zu guter Letzt: #Es macht einfach Spaß. ;)


 

Die Volkshilfe ist mittlerweile bereits auf Instagram: https://www.instagram.com/volkshilfeooe/

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