28 Jul
2022

Sozialwirtschaft
und Kreislaufwirtschaft

Pilotprojekt Upcycling Hüttenschlafsack

Bild mit Verantwortlichen für das Projekt
Dr. Thomas Poltura (Alpenverein Oberösterreich), Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder, Silvia Huber, MPA (FAB), Bgm. Roland Wohlmuth und DI Thomas Anderer (beide LAV OÖ) Foto: Land OÖ

Das Pilotprojekt „Upcycling-Hüttenschlafsack“ von Land OÖ, Landesabfallverband und Alpenverein schont Ressourcen und setzt ein Zeichen gegen die Wegwerfgesellschaft, es wird in enger Zusammenarbeit mit der Sozialwirtschaft verwirklicht.

2018 sind Österreich rund 221.800 Tonnen Textilabfälle angefallen, wobei rund 44.700 Tonnen Alttextilien getrennt gesammelt wurden. Im Pilotprojekt werden gemeinsam mit Partnern aus der Sozialwirtschaft Upcycling-Hüttenschlafsäcke für den Österreichischen Alpenverein sowie die Bezirksabfallverbände hergestellt. In Summe werden etwa 1.300 Hüttenschlafsäcke angefertigt. Bislang wurden ungefähr 1.300 kg Alttextilien verarbeitet.

Die Hüttenschlafsäcke werden vom FAB (Verein zur Förderung von Arbeit und Beschäftigung) sowie von der ALOM Manufaktur Haslach angefertigt. Das Material für die Hüttenschlafsäcke wird von der Volkshilfe OÖ bezogen. Die Volkshilfe sammelt in OÖ mittels Container im öffentlichen Raum Textilien und auch Bett-/Tischwäsche, welche das Ausgangsmaterial für die Hüttenschlafsäcke darstellt. In den sozialen Betrieben werden Menschen beschäftigt, die es schwer am Arbeitsmarkt haben. Damit trägt das Projekt einerseits zur Ressourcenschonung und andererseits zur Förderung sozialer Beschäftigung bei.

„Auf unseren Hütten ist für alle Schlafplätze die Verwendung eines dünnen Hüttenschlafsacks vorgeschrieben. Wir freuen uns, dass wir nun auch mit den Upcycling-Hüttenschlafsäcken ein kleines Zeichen in Richtung Ressourcenschonung setzen können“, sagt Dr. Thomas Poltura, Landesverbandsvorsitzender des Alpenverein Oberösterreich. Die Schlafsäcke können online bestellt werden.

mehr

über die Bedeutung von Kreislaufwirtschaft und Sozialwirtschaft aus der europäischen Perspektive kann man im Rundbrief-Beitrag von Matthias Neitsch lesen.

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