11 Sep
2019

Wahl 2019
Stefan Kaineder

Die Grünen

Auf dem Bild sieht man Stefan Kaineder in der Natur
Bild: Die Grünen

1.512.000 Menschen, das sind 17,5% der österreichischen Bevölkerung, sind armuts- oder ausgrenzungsgefährdet. Ein Viertel davon sind Kinder. Wie wollen Sie diesen Menschen gleichberechtigte Teilhabe ermöglichen?

Indem es in Österreich eine Grundsicherung für alle Menschen gibt. Grundbedürfnisse wie Mobilität, Bildung und Wohnraum werden allen Menschen zur Verfügung gestellt. Ein besonderes Augenmerk müssen wir auf die Kinder legen. Wir haben uns vorgenommen, mit der grünen Grundsicherung, das erste Land Europas zu werden, das den Begriff Kinderarmut aus dem Vokabular streichen kann.

Die Aktion 20.000 ist eine sinnvolle Maßnahme zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit im Hinblick auf die Chancen, in der neuen Arbeitswelt anzudocken. Wir wollen, dass es diese Aktion auch für junge Menschen gibt.

Die Abschaffung der Notstandshilfe in Österreich darf keinesfalls in die Tat umgesetzt werden.

Armut in Österreich bedeutet für viele Menschen, von der Teilhabe an der Gesellschaft ausgeschlossen zu sein. Das muss sich ändern.

Das neue Sozialhilfe-Grundsatzgesetz ist ein scheußlicher Tabubruch. Der Staat regelt nicht mehr, wie viel ein Mensch in Österreich bekommen MUSS, sondern wie viel er maximal bekommen DARF.

Die Betreuung von Flüchtlingen in Österreich ist unsere menschliche Pflicht. Der Staat sollte sich aber nicht nur auf die großartige Arbeit der vielen tausenden Freiwilligen verlassen, sondern selbst Maßnahmen setzen, die die Integration erleichtern, anstatt sie zu erschweren.

Das AMS braucht mehr Geld für Arbeitsintegration und Qualifizierung.

Eine Arbeitslosenversicherung ist aus meiner Sicht gerecht, wenn sie weiterhin wie eine Versicherung funktioniert und die Menschen nicht gegeneinander ausgespielt werden.

Die Gleichstellung der Frauen fördern wir durch umfassende Kinderbetreuungsangebote, Quotenregelungen, Kampf für gleichen Lohn usw...

Sofort umgesetzt werden sollten im Bildungswesen bessere Betreuungsschlüssel, mehr Schulautonomie sowie die gemeinsame Schule der 10-14 jährigen, damit Bildung nicht mehr so stark vererbt wird.

Greta Thunberg finde ich unglaublich mutig. Sie prägt und politisiert eine ganze Generation junger Menschen.

Der erste Schritt in Richtung „Leistbares Wohnen für alle“ müsste sein, eine Mietpreis-Bremse umzusetzen und in gemeinnützigen Wohnbau zu investieren.

Nonprofit-Organisationen / NGOs in Österreich halte ich für unverzichtbar.

Anmerkung

Die Sozialplattform OÖ wollte wissen, wie die Spitzenkandidat*innen für die kommende Nationalratswahl soziale Probleme lösen würden. Die Politiker*innen sollten sich eine von sechs Fragen für eine Detailantwort aussuchen und anschließend den Wordrap vervollständigen.

Diese Fragen standen zur Auswahl:

  • 1.512.000 Menschen, das sind 17,5% der österreichischen Bevölkerung, sind armuts- oder ausgrenzungsgefährdet. Ein Viertel davon sind Kinder. Wie wollen Sie diesen Menschen gleichberechtigte Teilhabe ermöglichen?
  • Plan der ÖVP-FPÖ-Koalition war die Abschaffung der Notstandshilfe in Österreich. Sie sollte durch die Mindestsicherung ersetzt werden. Wie stehen Sie zu dieser sozialstaatlichen Leistung in Österreich? Welchen Weg vertreten Sie?
  • Die Aktion 20.000 ist ausgelaufen. Doch die Langzeitarbeitslosigkeit ist derzeit noch immer unakzeptabel hoch und ältere Menschen sind mit Perspektivenlosigkeit am Arbeitsmarkt konfrontiert. Was ist Ihr Lösungsvorschlag dazu?
  • Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Österreich steigt. Die Fachkräfte dazu fehlen. Welche konkreten Lösungsansätze sind notwendig und umsetzbar?
  • Die arbeitsmarktpolitischen Zielvorgaben des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz bedeuteten drastische Kürzungen bei Asyl, Integrationsjahr, überbetrieblicher Lehrausbildung oder auch die Abschaffung der gebundenen Fördermittel für Frauen. Wo setzen Sie konkrete Schwerpunkte in der Arbeitsmarktpolitik? 2-3 Beispiele.
  • Frauen sind in Führungspositionen unterrepräsentiert, sie haben einen Karriereknick nach der Babypause und verdienen für gleiche Arbeit weniger als Männer. Mit welchem Programm wollen Sie dem entgegenwirken?

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