11 Sep
2019

Wahl 2019
Susanne Fürst

FPÖ

Auf dem Bild sieht man Susanne Fürst vor dem österreichischen Parlament
© Parlamentsdirektion - PHOTO SIMONIS

Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Österreich steigt. Die Fachkräfte dazu fehlen. Welche konkreten Lösungsansätze sind notwendig und umsetzbar?

Laut Studien steigt der Pflegebedarf aufgrund der demographischen Entwicklung bis 2040 nahezu auf das Doppelte. Früher lebten drei Generationen unter einem Dach, heute jede Familie separat. Diese Entwicklung überfordert das bisherige Pflege-System. Unser Ansatz ist dabei klar: Sowohl gesellschaftspolitisch als auch finanziell ist die Pflege daheim durch Angehörige die nachhaltigste Variante. Unser Ziel ist, die Angehörigenpflege durch gezielte Maßnahmen attraktiver zu machen.
Pflegeheime bleiben weiterhin notwendig, sie sollen aber nach Abschaffung des Pflegeregresses keine Pauschallösung sein. Auch Pflegepersonal aus dem Ausland sehen wir langfristig kritisch, stattdessen fordert die FPÖ schon seit Jahren die Einführung der Pflegelehre.

Die Aktion 20.000 ist mit künstlich geschaffenen Arbeitsplätzen keine nachhaltige Maßnahme.

Die Abschaffung der Notstandshilfe in Österreich ist für uns kein Thema.

Armut in Österreich bedeutet, dass die Politik tätig werden muss, um allen Zukunftschancen zu bieten.

Das neue Sozialhilfe-Grundsatzgesetz unterstützt jene, die wirklich Hilfe benötigen.

Die Betreuung von Flüchtlingen in Österreich darf kein Geschäftsmodell sein.

Das AMS braucht mehr Geld für eine grundlegende Reform, die auch der Rechnungshof vorschlägt.

Eine Arbeitslosenversicherung ist aus meiner Sicht gerecht, wenn jene davon profitieren, die jahrelang Beiträge geleistet haben und unverschuldet in Notlage geraten sind.

Die Gleichstellung der Frauen fördern wir durch Beurteilung der Leistung anstatt des Geschlechts.

Sofort umgesetzt werden sollten im Bildungswesen Deutschkenntnisse vor Schuleintritt und ein sicheres, angstfreies Umfeld für Schüler und Lehrer.

Greta Thunberg finde ich als Personifizierung der Klimabewegung in jeder Zeitung.

Der erste Schritt in Richtung „Leistbares Wohnen für alle“ müsste sein, dass das kürzlich beschlossene Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz rasch umgesetzt wird.

Nonprofit-Organisationen / NGOs in Österreich halte ich für eine alternative Unterstützung, wenn tatsächlich staatliche Aufgaben erfüllt werden.

Anmerkung

Die Sozialplattform OÖ wollte wissen, wie die Spitzenkandidat*innen für die kommende Nationalratswahl soziale Probleme lösen würden. Die Politiker*innen sollten sich eine von sechs Fragen für eine Detailantwort aussuchen und anschließend den Wordrap vervollständigen.

Diese Fragen standen zur Auswahl:

  • 1.512.000 Menschen, das sind 17,5% der österreichischen Bevölkerung, sind armuts- oder ausgrenzungsgefährdet. Ein Viertel davon sind Kinder. Wie wollen Sie diesen Menschen gleichberechtigte Teilhabe ermöglichen?
  • Plan der ÖVP-FPÖ-Koalition war die Abschaffung der Notstandshilfe in Österreich. Sie sollte durch die Mindestsicherung ersetzt werden. Wie stehen Sie zu dieser sozialstaatlichen Leistung in Österreich? Welchen Weg vertreten Sie?
  • Die Aktion 20.000 ist ausgelaufen. Doch die Langzeitarbeitslosigkeit ist derzeit noch immer unakzeptabel hoch und ältere Menschen sind mit Perspektivenlosigkeit am Arbeitsmarkt konfrontiert. Was ist Ihr Lösungsvorschlag dazu?
  • Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Österreich steigt. Die Fachkräfte dazu fehlen. Welche konkreten Lösungsansätze sind notwendig und umsetzbar?
  • Die arbeitsmarktpolitischen Zielvorgaben des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz bedeuteten drastische Kürzungen bei Asyl, Integrationsjahr, überbetrieblicher Lehrausbildung oder auch die Abschaffung der gebundenen Fördermittel für Frauen. Wo setzen Sie konkrete Schwerpunkte in der Arbeitsmarktpolitik? 2-3 Beispiele.
  • Frauen sind in Führungspositionen unterrepräsentiert, sie haben einen Karriereknick nach der Babypause und verdienen für gleiche Arbeit weniger als Männer. Mit welchem Programm wollen Sie dem entgegenwirken?

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