18 Nov
2022

Verhandlungen
erfolgreich abgeschlossen

8 Prozent mehr Gehalt im Kollektivvertrag SWÖ

Die Kollektivvertragsverhandlungen der Sozialwirtschaft Österreich (SWÖ) sind am 17.11.2022, in der geplanten Zeit, nach harten, aber konstruktiven Verhandlungen, erfolgreich abgeschlossen worden. Die Vertreterinnen und Vertreter der SWÖ und der Gewerkschaften GPA und vida haben sich auf eine Entgelterhöhung von 8,0 %, mindestens aber 175 Euro geeinigt. Im Schnitt bedeutet das eine Erhöhung um 8,2 %, die niedrigsten Gehälter werden sogar um über 10 % erhöht.

Darüber hinaus wurden Verbesserungen, wie höhere Zuschläge für die kurzfristige Übernahme von Diensten, die leichtere Anrechnung von Vordienstzeiten und – um nur eine Berufsgruppe zu nennen - eine bessere Bezahlung in der Kinder- und Jugendhilfe vereinbart.

„Mit diesem Abschluss ist uns ein wichtiges Signal an die 130.000 Beschäftigten -in der großen Mehrheit Frauen- im Sozial- und Gesundheitsbereich gelungen, die in den letzten Jahren stark gefordert waren“, so SWÖ-Verhandlungsführer Walter Marschitz. Die Inflationsrate wurde abgegolten und es kommt auch zu einer Reallohnerhöhung. Im Verhältnis zur Inflationsrate liegt der Abschluss -trotz der schwierigen Ausgangslage- im Bereich der bisherigen angemessenen Abschlüsse in der Sozialwirtschaft.

„Mit der überdurchschnittlichen Erhöhung der niedrigen Einkommen senden wir auch ein wichtiges sozialpolitisches Signal aus“, so SWÖ-Vorsitzender Erich Fenninger. „Nicht nur aus unserer Praxis wissen wir, dass gerade Menschen mit niedrigen Einkommen unter der Teuerung besonders leiden. Private wie öffentliche Arbeitgeber sind heute und in Zukunft sehr gefordert, Arbeitskräfte zu gewinnen. Die kritische soziale Infrastruktur die wir mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern abbilden, ist gesellschaftlich von größter Bedeutung.“

"Es ist gut, dass diese rasche Einigung erzielt wurde. Für die Träger sozialer Dienstleistungen ist die Planbarkeit wichtig. Nun ist erforderlich, dass die öffentliche Hand diese steigenden Personalkosten auch finanziert, damit die hohe Qualität sozialer Dienstleistungen erhalten bleibt," meint Sozialplattform OÖ Geschäftsführer Josef Pürmayr.

Die Gehaltstabellen kann man auf unserer Website herunterladen. Die weiteren Details zur Einigung sind auf der Website von Sozialwirtschaft Österreich zusammengefasst.

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