11 Sep
2019

Wahl 2019
Armut, Pflege etc.

So würden die Spitzenkandidat*innen soziale Probleme lösen!

Die Sozialplattform OÖ wollte wissen, wie die Spitzenkandidat*innen für die kommende Nationalratswahl soziale Probleme lösen würden. Die Politiker*innen sollten sich eine von sechs Fragen für eine Detailantwort aussuchen und anschließend den Wordrap vervollständigen.

Diese Fragen standen zur Auswahl:

  • 1.512.000 Menschen, das sind 17,5% der österreichischen Bevölkerung, sind armuts- oder ausgrenzungsgefährdet. Ein Viertel davon sind Kinder. Wie wollen Sie diesen Menschen gleichberechtigte Teilhabe ermöglichen?
  • Plan der ÖVP-FPÖ-Koalition war die Abschaffung der Notstandshilfe in Österreich. Sie sollte durch die Mindestsicherung ersetzt werden. Wie stehen Sie zu dieser sozialstaatlichen Leistung in Österreich? Welchen Weg vertreten Sie?
  • Die Aktion 20.000 ist ausgelaufen. Doch die Langzeitarbeitslosigkeit ist derzeit noch immer unakzeptabel hoch und ältere Menschen sind mit Perspektivenlosigkeit am Arbeitsmarkt konfrontiert. Was ist Ihr Lösungsvorschlag dazu?
  • Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Österreich steigt. Die Fachkräfte dazu fehlen. Welche konkreten Lösungsansätze sind notwendig und umsetzbar?
  • Die arbeitsmarktpolitischen Zielvorgaben des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz bedeuteten drastische Kürzungen bei Asyl, Integrationsjahr, überbetrieblicher Lehrausbildung oder auch die Abschaffung der gebundenen Fördermittel für Frauen. Wo setzen Sie konkrete Schwerpunkte in der Arbeitsmarktpolitik? 2-3 Beispiele.
  • Frauen sind in Führungspositionen unterrepräsentiert, sie haben einen Karriereknick nach der Babypause und verdienen für gleiche Arbeit weniger als Männer. Mit welchem Programm wollen Sie dem entgegenwirken?

Gereiht werden die Antworten nach der Stimmenstärke bei der letzten Nationalratswahl. Die Sozialplattform OÖ dankt allen Politiker*innen für ihre Antworten. Auffallend ist, dass sich mehrheitlich Politikerinnen zu Wort gemeldet haben und die Fragen zu Pflege, Armut und Gleichberechtigung als vorrangig erachtet wurden. Leider haben wir von Sebastian Kurz keine Antworten zum Wordrap erhalten.

Sebastian Kurz, Die neue Volkspartei

Pamela Rendi-Wagner, SPÖ

Susanne Fürst, FPÖ

Beate Meinl-Reisinger, NEOS

Maria Stern, Partei Jetzt - Liste Pilz

Stefan Kaineder, Die Grünen

Daniel Steiner, KPÖ Plus, Linke und Unabhängige

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