Arbeitsmarkt in OÖ

Das Arbeitsmarktservice OÖ veröffentlicht jedes Monat die Zahlen zu Beschäftigung und Arbeitslosigkeit. Als Referenzzeitraum wird dabei das gleiche Kalendermonat des Vorjahres verwendet. Ermittelt wird die aktuelle Arbeitslosenquote (im Bundesländervergleich). Arbeitslose Personen werden auch nach demografischen Daten (Alter, Geschlecht, Bildung) unterschieden. Das kann besondere Probleme am Arbeitsmarkt verdeutlichen (Beispiel Jugendarbeitslosigkeit). Ein wesentlicher Teil dieser Daten sind auch die Anzahl von arbeitslosen Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen oder der Langzeitbeschäftigungslosen. Gerade für diese Gruppe sind arbeitsmarktintegrative Angebote von sozialen Unternehmen notwendig.

Befristete Beschäftigung erhöht die Chancen am Arbeitsmarkt. (c) MecGreenie

Arbeitsmarktzahlen OÖ Februar 2026

Die Arbeitslosenquote beträgt 6,3% und liegt damit um 0,1%-Punkte unter dem Wert im Februar 2025.

Es gibt eine Zunahme bei arbeitslosen Frauen (+2,3%) und eine Abnahme bei Männern (-3,9%) im Vergleich von Februar 2025 und 2026.

Bei Personen mit höchstens Pflichtschulabschluss gehen die Arbeitslosenzahlen im Jahresvergleich zurück (-5,6%). Bei allen anderen Qualifikationslevels gibt es mehr arbeitslose Personen als im Februar 2025, wobei hier etwa die Zunahme der arbeitslosen Personen mit akademischem Bildungsabschluss (+10,2%) besonders ins Auge sticht.

Die Zahl der Langzeitbeschäftigungslosen bleibt mit 11.081 Menschen weiterhin hoch und deutlich über dem Wert von Februar 2025 (+21,1%). Auch das AMS OÖ spricht in seiner Analyse der aktuellen Zahlen zum oö. Arbeitsmarkt davon, dass sich die Reduktion der Langzeitbeschäftigungslosigkeit weiterhin als äußerst schwierig gestaltet.

Es gibt um 1930 mehr langzeitarbeitslose Personen

8. März – Geschlechterungleichheit am Arbeitsmarkt

Gesellschaftliche Ungleichheit und strukturelle Probleme spiegeln sich auch am Erwerbsarbeitsmarkt wider. Daher ist Arbeitsmarktpolitik ist ein wichtiger Hebel für die Gestaltung einer (geschlechter-)gerechten Gesellschaft. Rund um den am Sonntag bevorstehenden Weltfrauentag (8. März) weisen viele Initiativen auf die strukturelle Benachteiligungen von Frauen hin – am Arbeitsmarkt und in vielen anderen Bereichen. Und sie versuchen, Lösungsansätze aufzuzeigen. arbeit plus, das österreichweite Netzwerk gemeinnütziger Sozialer Unternehmen, hat zum Thema „Frauen am Erwerbsarbeitsmarkt“ schon letztes Jahr ein Themenpapier verfasst, das nicht nur strukturelle Probleme benennt, sondern auch Good Practices aus Sozialen Unternehmen für die Stärkung der Position von Frauen am Arbeitsmarkt vorstellt. Arbeitsmarktmaßnahmen zu diesem Thema sind nicht nur für weitere Erfolge in Bezug auf Chancengerechtigkeit wichtig, sondern fördern auch die angesichts demografischer Prognosen dringend notwendige Ausschöpfung des Erwerbspotenzials von Frauen für die Gesamtwirtschaft.

Stefan Thurner, Sozialplattform OÖ

Stefan Thurner ist neuer Geschäftsführer der Sozialplattform OÖ
Stefan Thurner (c) MecGreenie

Detailinfos: Arbeitsmarkt OÖ

"Die oberösterreichische Wirtschaft scheint sich stabilisiert zu haben, wiewohl die Nachwirkungen der langen Rezession noch immer spürbar sind. Dies zeigt sich vor allem daran, dass sich eine Reduktion der Langzeitbeschäftigungslosigkeit äußerst schwierig gestaltet. Dem gegenüber steht der Rückgang der Arbeitslosigkeit bei 50-54-Jährigen Personen, bei Ausländer_innen und bei Männern. Insgesamt ergibt sich daher für Oberösterreich die niedrigste Arbeitslosenquote aller Industriebundesländer und eine Reduktion gegenüber dem Vorjahr."
Iris Schmidt

Links zu AMS-Monatsinfo:

AMS-Landesgeschäftsführerin Iris Schmidt und Stellvertreter Markus Litzlbauer
AMS-Landesgeschäftsführerin Iris Schmidt (Foto: AMS OÖ / Harald Dostal) und Stellvertreter Markus Litzlbauer (Foto: AMS OÖ / Eva Giritzer)

GEFÖRDERT VON:

Logo Arbeitsmarktservice Logo Soziales Oberösterreich Logo Sozialministeriumservice